Zitate zu "Welt"
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Dr. Ingeborg Bachmann
Ich glaube, daß die Liebe auf der Nachtseite der Welt ist, verderblicher als jedes Verbrechen, als alle Ketzereien. Ich glaube, daß, wo sie aufkommt, ein Wirbel entsteht wie vor dem ersten Schöpfungstag. Ich glaube, daß die Liebe unschuldig ist und zum Untergang führt; daß es nur weitergeht mit Schuld und mit dem Kommen vor alle Instanzen.
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Dr. Ingeborg Bachmann
Natürlich kann man durch ein Gedicht nicht die Welt verändern, das ist unmöglich, man kann aber doch etwas bewirken, und diese Wirkung ist eben nur mit dem größten Ernst zu erreichen, und aus den neuen Leid-Erfahrungen, also nicht aus den Erfahrungen, die schon gemacht worden sind, von den großen Dichtern, vor uns.
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Dr. Ingeborg Bachmann
Wenn sie in fast dreißig Jahren keinen Mann getroffen hatte, einfach keinen, der von einer ausschließlichen Bedeutung für sie geworden war, jemand, der stark war und ihr das Mysterium brachte, auf das sie gewartet hatte, keinen, der wirklich ein Mann war und nicht ein Sonderling, Verlorener, ein Schwächling oder einer dieser Hilfsbedürftigen, von denen die Welt voll war, dann gab es den Mann eben nicht, und solange es diesen neuen Mann nicht gab, konnte man nur freundlich sein und gut zueinander, eine Weile.
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Baron Verulam and Viscount St. Albans Francis Bacon
Die Beschaffenheit des Glücks eines Mannes liegt hauptsächlich in seinen eigenen Händen.
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Paul Baehr
Ja, teurer Freund, du hast sehr recht: Die Welt ist ganz erbärmlich schlecht, ein jeder Mensch ein Bösewicht. Nur du und ich natürlich nicht.
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Egon Bahr
Auch ich vermag mir ein Volk ohne diesen Glauben, daß in ihm und nur in ihm allein die Rettung der Welt liegt, nicht vorzustellen. Auch ich kann die Rettung der Welt nur von meinem Volke, vom deutschen, erwarten.
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Hermann Bahr
Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.
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James Baldwin
Es ist ein großer Schock, wenn man im Alter von fünf oder sechs Jahren feststellt, in einer Welt Gary Coopers der Indianer zu sein.
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Ewald Balser
Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.
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Peter Bamm
Das Gesicht der großen Sphinx der Zukunft ist undurchdringlich. Unbewegt blickt ihr Auge in die untergehende Sonne des Abendlandes. Von ihren Löwenpranken ruht die eine auf der Atombombe, die andere auf dem Stein der Weisen. Das Schicksal der Welt wird davon abhängen, welches dieser beiden Dinge das spielende Kind der Schöpfung sich nehmen wird. Niemals hat es eines Engles nötiger bedurft.
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Peter Bamm
Das Glück ihrer jungen Tage ist das Glück ihres Alters. Nur junge Liebespaare und alte Eheleute sind es wert, daß die Welt schön ist.
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Peter Bamm
Wenn die Narrheit nicht dafür sorgt, daß die Welt bunter wird, dann wird sie vor Vernunft so grau werden, daß sie keinem Weisen mehr gefallen kann.
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Peter Bamm
Wenn man jung ist, neigt man zu einer Großmut, von der man im Alter einsieht, wie wenig sie der Welt bedeutet.
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Peter Bamm
Wer den Tod nicht fürchtet, ist mächtig in einer Welt der Angst. Die Furchtlosigkeit ist der Lohn der Wahrheit. Ihr Preis ist der Tod.
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Ernst Barlach
Die ganze Welt ist in schiefer Position, das Ausbalancieren darf aber nicht aufgegeben werden.
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Emil Baschnonga
"Die Welt steht vor Zeitproblemen." "Ich auch", antwortete er und ging weiter.
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Emil Baschnonga
Der Weltengang verärgert mitunter sehr, im Großen wie im Kleinen. Zur Freude muß man sich in dieser Welt schon selbst in Gang bringen.
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Emil Baschnonga
Die Welt als Wille und Versteinerung.
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Emil Baschnonga
Die Welt ist voller Idioten. Mich inbegriffen.
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Emil Baschnonga
Eine Wahrheit darf jeder getrost in persönliche Vorliebe fassen. Aber dieses persönliche Schmuckstück der Welt um den Hals zu legen, das sei ihm von jenen verwehrt, die um ihren Hals bangen.